Der Nationalpark Valgrande ist eine der unberührtesten und wildesten Gegenden Italiens. In seinem Inneren finden wir ausser dem Tal selbst, das dem Park seinen Namen gibt, auch das Val Vigezzo, das Val Cannobina und Pogallo.
Der Reichtum und die Varietät der Vegetation mit seinen undurchdringbaren Wäldern gehören zu seinen grössten Attraktionen: Buchen , Birken, Stechpalmen, Kastanien und eine bunte Flora. Ein Park mit vielen Geheimnissen: scheue Tiere, zerklüftete Täler, klare Flüsse, die sie sich in verschiedenen Becken, umgeben von steilen Felswänden, sammeln und eindrucksvolle Aussichtpunkte zum Monte Rosa und Lago Maggiore. Beeindruckende, steile Felswände charakterisieren die Landschaft mit ihren Wiesen. Es ist das grösste Wildernessgebiet Italiens und der Alpen. Unter dem Begriff Wilderness versteht man generell unbegrenzte Weite, wildbelassene und vom Menschen unberührte Orte. Aber das Val Grande ist nicht nur das. Die Spuren der menschlichen Gegenwart sind gut sichtbar: Felsgravierungen, Mautierpfade, Almen, Terrassenanlagen, Reste von Schwebebahnen bezeugen wie intensiv der Mensch das Tal aufgesucht hat. Wilderness im Val Grande bedeutet heute eine verlassene Gegend ohne Strassen, ohne ständige Bewohner, auch nicht Saison bedingt, wo die Natur langsam ihr Territorium zurück erobert.